Teil eines Werkes 
1.-6. Bdchen (1853)
Entstehung
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die ich noch nie ſo bitter und ironiſch geſehen;ſie ver⸗ dienen ihren Namen! O ja, aufbängen! Sind ihre eignen Bilder gut aufgehängt? Nein, durchaus nicht ſo unparteiiſch ſind ſie wirklich ſehr unparteiiſch⸗ Ich wollte, ſie wären ſelbſt ſtatt ihrer Bilder aufge⸗

hängt in einer Reihe nicht um ſie zu verletzen,

denn ſie ſind es nicht werth ſondern um uns einen Blick auf ſie werfen zu laſſen.

Kurz, Miß O'Reilly war in größter Wuth; und wenn je jenes unglückliche und viel getadelte Comité hart mitgenommen wurde, ſo geſchah es an dieſem Tage, weil es das geſtohlene Kind von Cornelius O'Reilly Esg. zurückgewieſen.

Die beiden angenommenen Bilder wurden zu zehn Pfund das Stück verkauft: für das geſtohlene Kind gab ein Bilderhändler vierzig Pfund.

Geh, ſagte Cornelius ungehalten zu ſeinem Lieb⸗ lingsbilde, als es fortgebracht wurde,geh, du biſt jetzt nichts, aber der, der dich malte, wird dir einen Namen geben.

Vier Jahre waren verfloſſen, ſeit Cornelius mit dem glühenden Muth der Jugend ſich der Kunſt gewidmet; und ach! die Kunſt war leider noch nicht erobert, und der Triumph des Sieges war noch immer ein Ding der Zukunft. Er hatte Schwierigkeiten erwartet, harte und heftige Kämpfe, aber nicht dieſe entmuthigende Lang⸗ ſamkeit, dieſe Unmacht, aus der langen Nacht der Dun⸗ kelheit ſich emporzuringen. Es reizte ſein ungeduldiges Temperament mehr als ſelbſt die Zurückweiſung ſeines Bildes. Er klagte nicht, denn es lag nichts weniger in ſeiner Natur, als Neigung zum Klagen; aber er brütete über ſeine Enttäuſchungen und zwar mit tiefem Groll, wie aus dem hervorgeht, was er einſt zu mir ſagte:

Wenn ſie glauben, ſie werden mich vom Malen abbringen, ſo werden ſie ſich täuſchen!

Ich bin nicht gewiß, ob er mit demſie das Auf⸗