Teil eines Werkes 
1.-6. Bdchen (1853)
Entstehung
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innere mich, daß er beim Fortſenden der Bilder zu mir ſagte:

1Mein liebes Kind, laß Dir das eine Regel ſein! Thu' immer, was Du für Recht hältſt, ſelbſt wenn Du dabei verlieren ſollteſt; verlaſſe Dich drauf, es iſt weit beſſer, edel als gemein zu fühlen.

Aber wann wurde Edelmuth je in dieſer Welt ge⸗ würdigt. Das Comité für die Aufſtellung der Bilder nahm die beiden kleinen Gemälde und verwarf das ge⸗ ſtohlene Kind. Cornelius war dadurch aufs Tifſte ge⸗ kränkt.

Wenn ſie die drei Bilder zurückgewieſen, ſagte er,ſo hätte ich's ruhig hingenommen; ich hätte dem Mangel an Raum oder ſonſt einem andern Umſtand die Schuld zugeſchrieben. Aber hinzugehen und die beiden geringeren Bilder zu nehmen, das Gute zurückzu⸗ weiſen, das Publikum, die Kritik glauben zu laſſen und das wird es glauben daß dies der ganze Fort⸗ ſchritt ſei, den ich ſeit letztem Jahre gemacht, das iſt nicht hübſch. 1

Nicht hübſch! verſetzte Miß O Reilly ſarkaſtiſch, nicht hübſch, Cornelius! Es iſt nur wieder ein Stück ihres Benehmens, das ſie von Anfang an gegen Dich beobachtet. Ich dachte mir's immer, Du habeſt einen Feind dort, Cornelius.

4Aber dieglückliche Zeit wurde doch angenommen, ate.

Natürlich, gerade wie die beiden kleinen Sachen angenommen wurden, um Dich und das Publicum mit einem Schein von Unparteilichkeit zu täuſchen, von dem Du, Cornelius, Dich wenigſtens, hoffe ich, nicht dupi⸗ ren laſſen wirſt. Es iſt lauter Eiferſucht, gemeine Ei⸗

ferſucht. Es ſieht wenigſtens ſo aus, verſetzte Cornelius 8 und ſeufzte tief..

Das Aufhängecomité, ja, ja! fuhr Kate fort,