Teil eines Werkes 
1.-6. Bdchen (1853)
Entstehung
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chen von Aufregung. Wir erfuhren auf dieſe Weiſe, wie gänzlich todt Miriam für ſein Herz war.

Was für eine Gattin konnte ſie für Morton Smalley in ſeiner nordiſchen Heimath ſein? Ich weiß nicht, eben⸗ ſowenig, als ich weiß, was außer dem Verlangen nach Veränderung und Bewegung einen ſo raſtloſen und fieber⸗ haften Geiſt veranlaſſen konnte, mit dieſer reinen und ruhigen Natur ſich zu verbinden. Fand ſie ihren Frieden in der hingebenden Liebe und in der Erfüllung der Pflichten, die der Gattin eines Geiſtlichen beſchieden ſind? Vielleicht, und vielleicht wußte er auch die guten und wahren Eigenſchaften ihres Charakters an's Licht zu ziehen. Ein Jahr nach ihrer Verheirathung ſtarb ſie an der Geburt eines Kindes, das noch lebt und das der Vater fortwährend das Abbild ſeiner verſtorbenen theuren Heiligen neunt, obgleich nur ſeine Augen die Spur einer Aehnlichkeit in ihm zu finden im Stande ſind.

Ich war nicht bei Cornelius, als dies Ereigniß eintrat und wie die Nachricht von dem Tode der Frau, mit der er ſein Leben zubringen wollte, auf ihn wirkte, habe ich nie erfahren.

Cornelius hatte, wie geſagt, ſeine alte Heiterkeit wieder gefunden; aber er war nicht mehr das, was er ehedem geweſen.

Der knabenhafte, leichte Sinn ſeines Temperamen⸗ tes war von ihm gewichen ſein früherer Glaubs war gebrochen und er blickte ernſt und klüger in das Leben. Gegen ſeine Schweſter war er wie zuvor; gegen mich weit liebevoller. Er liebte mich um ſo mehr, als ich⸗ für ihn die Urſache ſo vieler Unruhe geweſen; ein weni⸗ ger edles Gemüth und Herz würde mir die Fehlgriffe nie verziehen haben, zu denen ich ihn verleitet, ſowie die unvortheilhafte Stellung, in die ich ihn verſetzt: beides machte mich Cornelius nur um ſo theurer. Die einzige Anſpielung, die er auf die Vergangenheit machte, war, daß er mir eines Winterabends, als die Lektionen