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Bedauern aus, daß ſein Freund und Miß O'Reilly nicht zu Hauſe ſeien und erkundigte ſich mit ſeiner gewöhnli⸗ chen wohlwollenden Freundlichkeit nach ihnen.
„Sie ſind beide ganz wohl; und Sie befinden ſich auch wohl, Mr. Smalley?“ fragte ich, denn, wie er ſo mit ſeiner hagern Geſtalt etwas vorwärts gebeugt, mir gegenüber ſaß, erſchrak ich über die Bläſſe und Mager⸗ keit ſeines Geſichtes. 1
„Ich bin ganz wohl,“ antwortete er mit einem Lä⸗ cheln,„und vefinde mich in der angenehmſten— obwohl, wie ich hoffe nicht übermüthigen Stimmung, die ſich aus meinem neuen Glücke von ſelbſt erklärt. Rugby— haben Sie je von Rugby gehört, meine Liebe?“
„Nein, Sir, ich kann mich nicht erinnern.“
„Nun, das iſt Schade, aber es ſcheint wirklich nie⸗ mand Rugby zu kennen und Trim behauptet ſogar, es ſei ein erdichteter Ort; doch ich ſagte ihm, ich müſſe hierin verſchiedener Anſicht mit ihm ſein, da ich Rugby wirklich geſehen. Rugby iſt, wie geſagt, ein außerordent⸗ lich maleriſcher, beinabe zu maleriſcher Ort, denn er liegt auf einer ſteilen Anhöhe mit einer alten Kirche und ei⸗ ner altväteriſchen Pfarrwohnung; ein prachtvoller Waſſer⸗ fall überſchwemmt die Gegend zweimal des Jahres, aber die Leute ſind daran gewöhnt und kümmern ſich nicht darum— es hat deßhalb auch nichts zu ſagen.“
„Aber iſt das denn nicht ſehr unangenehm, Sir?“
„Nun, wohl nicht ganz und gar angenehm,“ ver⸗ ſetzte Morton Smalley ruhig, und fügte dann mit einem Seufzer hinzu,„aber das Leben hat größere Unannehm⸗ lichkeiten und jeder Menſch hat ſeine eigne Plage, mein liebes Kind.“ 4
„Ja,“ antwortete ich,„Miß O Reilly kann ihr Haus nicht vermiethen; es iſt Jammerſchade, nicht wahr?“
„Haben die Miethsleute gekündigt?“ fragte Mr. Smalley etwas verlegen.


