Teil eines Werkes 
1.-6. Bdchen (1853)
Entstehung
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ihn der Sympathie und verbot ihm jede Klage. Er kämpfte muthig gegen ſeinen bittern Schmerz. Eines Morgens rief er mich in das Atelier, um die Sitzun⸗ gen für das geſtohlene Kind wieder aufzunehmen; im Verlauf der Woche verſchaffte er ſich auch zwei Zigeuner und widmete der Arbeit all' ſeine Aufmerkſamkeit, ſein Talent und ſeine Energie. Es gab jedoch Augenblicke, in welchen ſeine Hand zitterte, ſein Blick unruhig wurde, und es klar war, daß alle Macht des Willens ſeine Aufmerkſamkeit nicht länger feſſeln konnte. Auch andere Zeichen fielen mir auſf.

Eine Meile von uns entfernt, lag in der Allee ein kleines, hübſches Gotteshaus, das der Pflege des Glaubens gewidmet war, den ſie, wie ihr Vaterland, wegen der Kränkungen, die er täglich ertragen mußte, nur um ſo mehr liebten. Seit drei Jahren war ich mit kurzer Unterbrechung jeden Sonntag dort geweſen und hatte neben Cornelius gekniet, mit kindiſcher Freude aus demſelben Buche geleſen. Aber jetzt und ich be⸗ merkte das gleich obwohl ſeine Hand das Buch noch immer hielt, durchliefen ſeine Augen die Seiten nicht mehr mit den meinen: in ſeinem zerſtreuten Geſichte gewahrte ich eine innigere und wehmüthigere Andacht, als die ruhige Aufmerkſamkeit der früheren Zeiten. Ein⸗ mal, als wir zuſammen nach Hauſe gingen, fragte er mich ſogar, wovon gepredigt worden.

Aber nichts hat Dauer in dieſer Welt. Cornelius⸗ Schmerz war nicht der Art, daß man immer darüber brüten konnte: wir wußten nicht genau, wenn er ſeine innere Heiterkeit wiedergewann, nur daß er ſie wieder gewann, bewies ein Ereigniß, das ſich im Verlauf des Winters zutrug.

Eines Nachmittags, als Kate und ihr Bruder aus⸗ gegangen waren, kam Mr. Smalley zum Beſuch. Er hatte eine Stelle irgendwo im Norden erhalten und wollte uns Lebewohl ſagen. Er drückte ſein lebhaftes