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mich unnütz zu quälen. Sie hatie einen Grund, warum ſie mich quälte, aber das Quälen ſelbſt machte ihr keine Freude. Ich weiß, daß wenn ich nicht ſo hartnäckig an Cornelius Liebe gehalten, nicht ſo ſtolz und zuverſicht⸗ lich geweſen, ſie nie meinen Ruin geſucht hätte; aber ſie war nicht im Stande, die Nebenbuhlerſchaft oder Op⸗ poſition auch nur eines Kindes zu ertragen; ich ſtellte mich ihr in den Weg und ſie behandelte mich wie ein Hinderniß, das aus dem Weg geräumt, und wenn das nicht gelang, überwunden, ja ſogar, wenn nöthig, zer⸗ malmt werden mußte..
Sie war eines von jenen äußerlich ruhigen Weſen, deren wahrer Natur nie auf den Grund zu kommen iſt, wenn ſie nicht durch irgend etwas oder irgend wen ihr Innerſtes zu erſchließen gezwungen werden. Ich glaube nicht, daß ſie in ihrem früheren Leben eine ein⸗ zige Handlung begangen, die ſie zu verheimlichen hatte. Wir waren principielle Gegenſätze und in unſerem Kampf kehrten wir unſre ſchlimmſten Spitzen hervor, aber ohne ſie würde Cornelius nie meine eiferſüchtige Natur ent⸗ deckt haben und ohne dieſe Eiferſucht wäre ihm der wahre Character ſeiner Braut ein Geheimniß geblieben. Selbſt Kate, obgleich ſie ſie nie geliebt, war, wie ich ſpäter erfuhr, überraſcht und erklärte:„Cornelius könne ſich glücklich preiſen, der Heirath mit einem ſo grauſa⸗ men und verrätheriſchen Weib entgangen zu ſein. War das Miriam wirklich? Ich glaube nicht. Sie hatte aller⸗ dings wenig feſte Grundſätze und verſchmähte auch die Falſchheit nicht, wenn ſie ihr diente: aber ſie war nie ohne beſondern Zweck grauſam und verrätheriſch. Sie wäre vielleicht gut geweſen, hätte ſie nicht einer falſchen Idee ſich hingegeben— daß Gutes und Böſes an ſich ein und daſſelbe ſeien; und groß, hätte ſie nicht einer Sünde— der Selbſtvergötterung gefröhnt.
„ Sie entbehrte jenes Mittelpunktes aller Herzen— Gottes. Er, der uns geſchaffen, hat uns ſo geſchaffen,


