Teil eines Werkes 
1.-6. Bdchen (1853)
Entstehung
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Cornelius fragte, um welche Stunde die Poſtkuiſche durch Ryde komme.

Halbzehn, antwortete Abby.

Margaret, mache Dich bereit, ſagte Cornelius, in⸗ dem er auf ſeine Uhr ſah, die er von meinem Vater zum Geſchenk erhalten.

Ich ging mit Abby die Treypen hinauf; ſie kleidete mich an und brachte mich mit feierlichem Schweigen zurück.

Es ſoll nicht fehlen, Mr. OReilly, bemerkte Miß Murray ernſt, als wir inhas Wohnzimmer traten.

Er hörte mich, und ohne ſich umzuwenden, ſagte er ruhig:Margaret, komm' und ſage Miß Murray Lebe⸗ wohl und danke ihr für alle ihre Güte.

Willſt Du mir nicht auch einen Kuß geben? fragte Miß Murray, als ich wie mir befohlen und nicht mehr that.

Ich ſah Contielius an, die Bedentung ſeines Blickes war klar. Ich küßte Miß Murray. Sie zog ihr Taſchen⸗. tuch heraus, wünſchte ſich eine Nichte, ſtatt eines Neffen, ſchüttelte Cornelius die Hand und klingelte, nachdem ſie einen vergeblichen Verſuch ſich zu erheben gemacht.

Abby ließ uns hinaus. Cornelius drückte ihr ſchwei⸗ gend etwas in die Hand und ſah mich ausdrucksvoll an.

Guten Abend, Abby, ſagte ich und küßte ſie, wie ich ihre Herrin geküßt.

Nun, das iſt hübſch! rief ſie; aber Cornelius lächelte flüchtig, nahm meine Hand und führte mich weg.

Wir gingen eine Zeitlang auf dem Wege, der nach Ryde und an Rock Cottage vorüber führt; plötzlich aber ließen wir meine alte Heimath und die See zur Rechten liegen und ſchlugen einen einſamen Pfad zur Linken ein. Die Dämmerung brach herein, und unſer Weg führte über öde Felder, die von Hecken und dunkeln geiſterhaften Bäumen eingehägt waren, hinter welchen der Vollmond durch den dichten Abendnebel mit rothem Scheine her⸗ vorleuchtete. Wir begegneten Niemand; auch gewahrten wir nichts von einem Landhauſe, Pachthofe oder einer Wohn⸗