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die Tannen am Ende des Gartens beugten ſich unter ſeiner Gewalt und erhoben ſich wieder mit ächzender Klage; die Fluth begann und dem donnernden Brauſen der Wo⸗ gen, die ſich an dem Fuß der Felſen brachen, folgte das tiefe und ernſte Murmeln der zurücktretenden Waſſer.
Es überkam mich ein unausſprechlicher Schmerz bei dem Gedanken an meinen verlaſſenen Zuſtand, an all' das, was mein geweſen und nie mehr mein ſein ſollte; mein Herz, das den ganzen Kummer bisher ſchweigend getragen, brach unter dieſer Laſt zuſammen. Ich warf einen ſchmerzvollen Blick um mich, verſchlang die Arme über dem Kopfe und weinte aus tiefſter Seele auf der Schwelle meiner verlorenen Heimath. Endlich machte mich eine freundliche Stimme aufblicken.
„Margaret, was thuſt Du hier?“ fragte Cornelius.
Ich rührte mich nicht und antwortete nicht. Er ſetzte ſich zu mir und erhob mich ſanft. Ich blickte ihn gedankenlos an. Sein ſchönes Geſicht verfinſterte ſich.
„Armes, kleines Ding!“ ſagte er,„armes, kleines Ding!“ Er nahm meine kalten Hände in die ſeinen und zog mich näher an ſich. Vom Schmerze niedergedrückt, lies ich es geſchehen. Ich hatte ſeine Geſchenke ausge⸗ ſchlagen, ſeine Liebkoſungen vermieden, war eiferſüchtig, ſtolz und trotzig geweſen, hatte ſchon den Gedanken, ſeiner Anweſenheit in meines Vaters Hauſe gehaßt— und nun kam er, um mich auf der Schwelle dieſes Hauſes aufzuſuchen, mich, ein elendes hinausgeſtoßenes Kind— in ſeinen ſchützenden Arm zu nehmen.
Der Schauer eines fremdartigen Gefühles durchrie⸗ ſelte mich. Ich löste meine Hand aus der von Cornelius los und ſchlang, einer ploͤtzlichen Eingebung folgend, meine Arme um ſeinen Nacken. Meine Wange ruhte an der ſeinigen; ich erwiederte ſeine Liebkoſung. Ich war beſiegt.
Ich war ein Kind, wie konnte ich anders fühlen, als wie ein Kind— ganz und ohne Rückhalt. Ich


