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„Nun?“ ſagte Sarah fragend. „Ja!“ antwortete Abby emphatiſch. „Nein!“ rief Sarah. „Gewiß nicht?“ war die entſcheidende Antwort. Sarah ſeufzte, ſetzte ſich zu mir und fragte mich, wie es mir gehe, ob ich ſie kenne, und andere Dinge dieſer Art. Ich ſah ſie weder an, noch antwortete ich. Sie erhob ſich und warnte Abby,„ihre Liebe nicht Maſter William zuzuwenden“; worauf Abby unwillig antwortete: da ſei keine Gefahr; dann vergab ſie mir meine Undankbarkeit. Als ſie wieder in das Haus traten, glaubte ich die Stimme Cornelius O'Reilly's aus der Stube zu hörea. Meine Apathie verſchwand wie durch einen Zauber. Die ſtumpfe Gleichgültigkeit hatte ſich in ungeſtüme Hef⸗ tigkeit verwandelt. Cornelius OReilly war ſeit dem Tode meines Vaters nicht in meine Nähe gekommen: ich ahnte, daß es ſeine Sendung war: mich mit ſich zu nehmen. Ich ſah um mich her: eine Thüre bot mir Gelegenheit, zu entkommen, ich öffnete ſie, ſchlüpfte unbe⸗ merkt hinaus und eilte auf dem einſamen Pfade fort. In wenigen Minuten hatte ich Rock Cottage ungeſehen und unvermißt erreicht. Nach der Heimath treibt uns ein unbewußtes Ge⸗ fühl des Herzens und wie der verwundete Vogel nach ſeinem Neſte flieht, ſo ſuchte ich eine Zuflucht an dem Orte, der mich ſo lange geborgen. 8 Die Gartenthüre ſtand offen, aber die Hausthüre und die Fenſter waren geſchloſſen. Ich ging nach der Hinterſeite des Hauſes; mein Herz brach, als ich auch hier alles geſchloſſen und ſtille fand. Ich ſetzte mich auf die letzte der ſteinernen Treppen in der unbeſtimmten Hoffnung, es möchte Jemand öffnen und mich einlaſſen. Ich lauſchte, ob ich nicht Jemand kommen oder ſprech höre; aber das Leben war verſtummt, über mir hing ei düſtere, ſchwarze Wolke; der Wind hatte ſich erhob


