Teil eines Werkes 
1.-6. Bdchen (1853)
Entstehung
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Dies mußte etwas zu bedeuten haben, denn Miß Murray beweinte ihr unglückliches Schickſal, während William ſich mürriſch an den Tiſch ſetzte, über den er finſtere Blicke nach mir herüber warf.

Ich will das Andenken meines geliebten Bruders nicht kränken, begann Miß Murray in gefühlvollem Tone,aber wenn er nur einige Rückſicht auf mich und meinen ſchwachen Zuſtand genommen, ſo würde er ängſt⸗ licher mit ſeiner Geſundheit geweſen ſein, um ſein Leben länger zu erhalten. William, was ſollen dieſe abſcheu⸗ lichen Grimaſſen?

Ich mag das nicht, ſagte William, deſſen Ge⸗ ſichtszüge ſich wirklich unheimlich verzogen,ich kann das nicht leiden.

Miß Murray folgte der Richtung ſeines Blickes und

ſah ſich nach mir um.

Das unglückliche Kind weint! rief ſie in einem jammervollen Tone:ſie ſchluchzt ſogar! William klingle rufe Abby. Mein liebes Kind, wie magſt Du weinen? O Abby, o Abby, fügte ſie hinzu, als die Thüre ſich öffnete zund Abby eintrat,ſieh kann man dem Weinen nicht Einhalt thun?

Sie wird doch nicht weinen? bemerkte Abby erſtaunt.

Ich hatte meinen Kopf auf meine Kniee herabge⸗ beugt und weinte und ſchluchzte laut. Miß Murray er⸗ klärte, nachdem ſie Alles verſucht, um mich zu beruhi⸗ gen, ich ſolle zu Bette gehen. Ich widerſetzte mich nicht. Abby nahm meine Hand, um mich wegzuführen; da rief William:Es iſt eine Schande, ſtürzte auf ſie zu und wollte mich ihr entreißen. Es folgte ein kur⸗ zes, aber entſcheidendes Handgemenge. William wurde ſchmachvoll beſiegt; er zog ſich mit zerſtörtem Haare und glühend rothem Geſichte hinter den Tiſch zurück.

Oh! der junge Tiger! rief Abby, noch ganz athemlos,mit dem Jungen wird's ein ſchlimmes Ende nehmen. 8

Daiſy Burns. 1. 2