Teil eines Werkes 
1.-6. Bdchen (1853)
Entstehung
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Ein Freund, Abby, der meine Conſtitution ſo gut verſtand. Abby, wer iſt das?

Verzeihen Sie, Madame, ſagte Sarah, indem ſie mich in das Zimmer führte.Mr. O'Reilly würde Ihnen ſehr dankbar ſein, wenn Sie

Du brauchſt nicht weiter zu ſagen, Sarah, ich verſtehe; die Sache iſt zu ſchmerzlich, Du magſt das Kind hier laſſen. Ich hoffe, ſie wird mich in meinem ſchwachen Zuſtande mit nutzloſem Jammer verſchonen. Niemand kann mehr Urſache haben, den unſchätzbaren Freund zu beweinen, dem ich viele Jahre meines Lebens verdanke.

Sie weint nicht! ſagte Abby mit einem Blicke auf mich.

Sie weint nie, bemerkte Sarah mit Emphaſe; das Kind iſt ſchrecklich ſtolz, Madame.

Das iſt gut, antwortete Miß Murray ernſt: Thränen ſchaden dem Nervenſyſtem. Komm,, mein lie⸗ bes Kind, ſetze Dich zu mir.

3 Sie deutete auf einen niederen Stuhl neben ihrem Lehnſeſſel. Ich bewegte mich nicht. Sarah mußte mich zu ihr führen: während ich mich gefühllos niederſetzte, machte ſie der Dame ein geheimnißvolles Zeichen.

Doch nicht wahnſinnig! rief Miß Murray, den Armſtuhl plötzlich heftig wegrollend.

O nein, Madame, eher blödſinnig; ihre Wider⸗ ſpenſtigkeit kommt daher..

Traurig, ſeufzte Miß Murray,aber ſie iſt we⸗ nigſtens ruhig. Guten Abend, Sarah. Abby, bitte,

ſieh nach dem ſchrecklichen Knaben draußen, meine Ner⸗

ven ſind ungewöhnlich ſchwach.

Die beiden Dienerinnen verließen das Zimmer auf

den Zehenſpitzen und ſchloßen leiſe die Thüre. Ich blieb allein mit Miß Murray.

Mein liebes Kind, begann ſie, nich hoffe, Du

wirſt meine Ruhe nicht ſtören; es wäre unchriſtlich. Ich