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Sen Blick auf mich hinzu,„wir ſind ſehr unfreundlich, ir.“
„Keineswegs,“ bemerkte Cornelius, meine Partei ergreifend;„Margarete mag mich wohl leiden, ſie ſagt es nur nicht gerne. Nicht wahr, meine Liebe?“ fügte er mit herausfordernder Zuverſicht hinzu.
„Nein,“ lautete meine mehr offene, als höfliche Antwort.
„Doch, doch!“ rief er,„und zum Beweis gibſt Du mir freiwillig einen Kuß.“
Ich war erſtaunt über dieſe kühne Idee. Ich küßte noch nie Jemanden, als meinen Vater. Ach! ich hielt mich und meine kindiſchen Liebkoſungen für ſehr koſtbare Dinge. Cornelius lachte und bückte ſich; da er jedoch zu gleicher Zeit meine Hände loslies, entſchlüpfte ich der Liebkoſung und wollte durch die offene Thüre die dunkle Treppe hinan. Sarah wollte mir nacheilen. Cornelius verbot es und wiederholte:„ich ſei verlegen.“
„Verlegen, Sir! verlegen!“ wiederholte Sarah mit einem kurzen, unwilligen Lächeln,„nein, Sir, es iſt Stolz, ſie iſt ſo ſtolz, als Luzifer und ſo widerſpenſtig dazu. Ich könnte das Kind zu Tode ſchlagen, Sir, ſie würde mich nicht küſſen. Niemand weiß, wie ſie mich quält. Ich bin von Natur eine Freundin der Kinder und war in Familien, wo die jungen Mädchen ganz vernarrt in mich waren, und ſich kaum um ihre Mama's, noch viel weni⸗ ger um ihre Papa's kümmerten, aber mit Miß Margaret iſt's gerade das Gegentheil. Sie mögen ſie tadeln oder loben, ſchelten oder liebkoſen, es iſt einerlei; ſie kümmert ſich um Niemand, als um ihren Papa, auf den ſie ſo eiferſüchtig iſt, als nur immer möglich: und wenn ſie Sie nicht liebt, Sir, ja ſie ſcheint Sie nicht zu lieben, — das hat Alles ſeinen Grund.“
Er lachte, als ſie athemlos und erſchöpft innehielt. Ich wollte nicht mehr hören und ſchlich mich leiſe in mein Zimmer hinauf. Ich fürchtete weder Dunkelheit,


