Teil eines Werkes 
1.-6. Bdchen (1853)
Entstehung
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Sie ſprach in bitterem Tone. Ich fühlte, daß ich erröthete.

Er iſt nicht halb ſo ſchön, als Papa, antwortete ich ungehalten.

Recht, Margaret, bemerkte eine freundliche Stimme hinter uns; und Cornelius O Reilly, der den letzten Theil unſeres Geſpräches gehört, trat in das Zimmer.

Sarah ſtieß einen leiſen Schrei aus, und ſenkte ver⸗ wirrt den Kopf. Um ſich von ihrer Verlegenheit zu er⸗ holen, vielleicht auch um im Zimmer bleiben zu können, begann ſie ſich mit dem Theezeug zu ſchaffen zu machen, während Cornelius ſich an den Tiſch ſetzte und mir winkte. Ich näherte mich, freilich mit etwas unfreundlichem Ge⸗ ſichte. Er nahm meine beiden Hände in die eine von den ſeinen und ſah, die andere auf meinen Kopf legend, mir lächelnd ins Geſicht. Ich hatte ihn oft vorher ge⸗ ſehen, wenn ich jedoch in die Vergangenheit zurückblicke, ſo finde ich, daß von jenem Herbſtabend, als ich vor ihm ſtand, meine Hände in den ſeinen ruhend, ſich meine erſte klare und deutliche Erinnerung an Cornelius O'Reilly datirt. Er war damals ungefähr zwanzig Jahre alt, ſchlank gewachſen, beſtimmt in Benehmen und Haltung, und auffallend ſchön; ſein reiches ſchwarzes Haar warf er oft mit einer haſtigen und ungeduldigen Bewegung zurück. Sein Geſicht war charaktervoll, offen und ſtolz; er hatte eine breite Stirne, feurige, hellbraune Augen, leuchtend und ſcharf, wie die eines Habichts, prägnante Geſichtszüge, die, obgleich weder griechiſch, noch römiſch, ſich doch dem Gedächtniß ſo lebhaft wie ein antikes Bild

einprägte. Sein Blick war zugleich freundlich und durch⸗ dringend, ſein Lächeln heiter und verwirrend. Jedermann liebte es, wenige verſtanden es ganz; es war ſo geneigt zu Spott, ſo nachſichtig und ſo herausfordernd gleichgültig alles zu gleicher Zeit. Wie das Geſicht war es der Ausdruck eines beweglichen Temperaments, das trotz ſei⸗ nes raſchen Wechſels ſtets ehrlich und⸗ offen blieb; ein