Teil eines Werkes 
1.-6. Bdchen (1853)
Entstehung
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ungehalten:Sie ſollten ſich ſchämen, Miß, ſo eifer⸗ ſichtig auf Ihren Papa zu ſein! Glauben Sie, er ſolle ſich um Niemanden kümmern als Sie? denken Sie, wenn er wieder heirathete. N

Das thut er nicht, das kann er nicht thun, unter⸗ brach ich ſie ziemlich heftig,und Du weißt, daß Du das nicht ſagen ſollſt.

Das war wahr; denn Sarah hatte, als ſie ſich einſt mehr denn gewöhnlich von mirgedrückt fühlte, ſich erlaubt zu ſagen:daß, wenn mein Papa jeden Tag Miß Murray beſuche, dieß nicht wegen ihrer Armuth ge⸗ ſchehe, ſondern weil er ſie heirathen wolle, und daß ich, ſobald die Hochzeit vorüber ſei, in die Schule geſchickt werde. 3.

Sie ſprach dieß in ſehr entſchiedenem Tone. Ich glaubte ihr und nahm mir die Sache ſo zu Herzen, daß es mein Vater merkte, ſich um den Grund erkundigte und, nachdem er mich mit der Verſicherung beruhigt, er werde nie mehr heirathen, ich ſei ſein einziger Lieb⸗ ling, Sarah hereinrief und ihr in meiner Gegenwart einen kurzen und ſtrengen Verweis gab, den ſie als eine meiner vielen Feindſeligkeiten mir tief ins Wachs drückte. Verletzt durch dieſe Geſchichte, bemerkte ſie deßhalb hitzig: Nun, Miß, wenn Papa nicht mehr heirathet, haben wir man,einen Grund, gegen Papa's Freund unhöflich zu ein?

Ich antwortete nicht.

Es iſt ein guter Menſch, fuhr ſie fort;das liegt ſchon in ſeinem Geſichte.

Keine Antwort.

Ich ſah nie einen freundlicheren jungen Mann.

Ich ſchwieg beharrlich.

Auch keinen ſchönern, fuhr Sarah fort, auf die die Erſcheinung des jungen Irländers einen tiefen Ein⸗ druck gemacht zu haben ſchien;es hat ſeinesgleichen nicht von Ryde bis Leigh.