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Margarethe?“ ſagte er mit ſeltſamer Ruhe.„Mir iſt, als träume ich. Sie ſagen mir, daß Sie mich geliebt haben, wie man von vergangenen Geſchichten erzählt, und jetzt, jetzt—“
Da überkam mich bei dieſer ſonderbaren Scene und vielleicht im Vorgefühle des Glückes, das ja doch nahe war, obgleich wir beide uns blind nebenher taſte⸗ ten, eine wilde Laune, ich ſagte faſt drohend zu dem Manne vor mir:„Ja, Herr Freiherr, ich liebte, Sie damals. Und wenn ich Sie jetzt noch ebenſo liebe, nein, viel tauſendmal mehr, was geht es Sie an?“
Und nun war der Bann gebrochen, das Glück da Faſt jauchzend hatte der Freiherr meinen Namen ge⸗ rufen, als wolle er mich aufwecken oder als ſei ichtfern, ich ſaß ſtill vor mich hin, ganz eingehüllt in das Ge⸗ fühl, daß ich nun weiter nichts zu ſagen oder zu thun brauche. Er ſtand vor mir, zog mich zu ſich in die Höhe und verſchränkte ſeine Arme feſt um mich; dann drückte er mit der einen Hand meinen Kopf ſanft gegen ſeine Bruſt.„Hier iſt Dein Platz, Margarethe, meine Margarethe; ſeit ich Dich zuerſt geſehen, habe ich mich geſehnt, Dein Köpfchen hier betten zu können. Jetzt werd' ich geſunden; mich hat in der letzten Zeit der Wunſch faſt verzehrt, Dir nahe ſein, Dich hegen und lieben zu dürfen.“


