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Verflossene Stunden : Novelle / S. Junghans
Entstehung
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So ſprach er leiſe in mich hinein, während ich ſtill in ſeinen Armen lag, von einer ſeligen Ruhe er⸗ füllt. Ich antwortete ihm dann auch, in halblauten Wechſelreden gingen wir die Jahre gegenſeitigen ſchmerz⸗ lichen Entbehrens durch; in dem ſanften Mondlicht klärte ſich Alles und zuletzt lag die Zeit, in der wir uns gekannt, hell und ſchön da, wie ein Blatt, auf dem wir jetzt leſen konnten, daß wir ſtets zu einander

ſagte mein Bräutigam, indem er mir das Haupt zurück⸗ bog und das Haar aus der Stirn ſtrich.Deine lieben, ernſten Augen, Margarethe, die von keiner frohen Jugend zeugen, ſcheinen mir immer vorwurfsvoll ins Herz zu blicken. 3So will ich ſie ſchließen, entgegnete ich lächelnd Er küßte mich ſanft darauf.Bald ſollſt Du ſie öffnen auf das Land, nach dem Du Dich oft geſehnt haſt, Du ſollſt Dir von dem Himmel Italiens goldene Luſt hinein⸗ ſcheinen laſſen. Wann willſt Du mein Weib wer⸗ den, Margarethe? fragte er mich plötzlich haſtig. Sobald Du willſt, mein Freund, antwortete ich; ich gehöre Niemand auf der Welt an als Dir.

Wenige Wochen nach dieſem Abend befand ich mich mit meinem Gemahl in Rom. Dort erhielten

gehört hatten.Ich habe viel wieder gut zu machen,