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Verflossene Stunden : Novelle / S. Junghans
Entstehung
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welches alle ſeine Tage beſeligen würde, welches zu beſitzen ich wohl nicht verdiene, nach dem aber ſchon jahrelang meine Sehnſucht ſteht?

Ich war von dieſen Worten wie betäubt; während

der Schall an mein Ohr drang, vermochte ich den Sinn

nicht gleich zu faſſen und ſtarrte den Freiherrn faſt entſetzt an. 8 Wollen Sie mir nichts ſagen? fuhr er in der⸗ ſelben Weiſe fort.Natürlich, wer bin ich auch, daß ich ein Recht auf Ihr Geheimniß hätte! Warum mußte mir Forſter den Brief zeigen, der mich aus meiner Laß⸗ heit aufrüttelte! Aber Sie leiden ſehen o Marga⸗ rethe, kann ich Ihnen gar nichts zu Liebe thun? Ich mußte nun freilich etwas ſagen, aber wo waren die Worte, um dieſe Wirren zu löſen, wie ſchwer gerade das, was mir zu geſtehen oblag, denn daß ich es ihm jetzt geſtehen müſſe, war der Gedanke der mich

ganz beherrſchte. So ſprach ich endlich, aber ich wußte

kaum, was, die Worte kamen hart und haſtig von meinen Lippen, und wenn ſie geſprochen waren, muthe⸗ ten ſie mich ffremd an und erſchreckten mich. Er ſei es geweſen, von dem ich in meinem Briefe an Forſter geſprochen, ich habe mich in die Idee eingelebt, er liebe Lucy und wünſche ſie ſich zum Weibe. Der Freiherr ſtand langſam auf, als ich ausgeredet hatte.Ich,