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Verflossene Stunden : Novelle / S. Junghans
Entstehung
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Braut ſtände, welches ſeinen Stolz kränkte. Und war ich nicht ich empfand das aufs bitterſte in jenem Augenblick war ich nicht auch gewiſſermaßen von ihm abhängig? Band mich nicht eine Schuld der Dank⸗ barkeit an ihn? War nicht, nach Allem, Schloß Günthers⸗ hofen doch nur ein Geſchenk von ihm? Ich fühlte mich hülflos, heimatlos, namenlos elend, ich ſchlug die

8 Hände vors Geſicht und ſagte tonlos:Wo wollen )

Sie, daß ich hingehe? Für mich iſt auf der ganzen Welt kein Platz; kein Platz, wiederholte ich leiſe, nirgends, nirgends!

Da wurden mir die Hände leiſe von den Augen weggezogen; ich ſchrak zuſammen, als ich das Antlitz des Freiherrn dicht vor mir erblickte; er war von ſeinem Sitze herab leicht auf ein Knie geglitten, als wolle er mir beſſer ins Geſicht ſehen.

Was fehlt Ihnen, Margarethe, liebe Margarethe? ſagte er leiſe und leidenſchaftlich.O daß ich ein Recht hätte, Sie zu fragen, in Sie zu dringen, daß Sie mir Alles ſagen müßten! Sie ſchweigen? Sie haben mir nichts zu erwidern? Und doch will ich weiter fragen, ſind Sie doch immer wenigſtens offen gegen mich ge⸗ weſen. Wer iſt es, den Sie lieben, Margarethe, der Thor, vor deſſen Thür das köſtliche Kleinod liegt und er hebt es nicht auf, er ahnt nichts davon; das Kleinod,