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Verflossene Stunden : Novelle / S. Junghans
Entstehung
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Herrn, welcher ſehr gut aufgelegt ſchien, aber mit meinen Gedanken war ich ſo wenig bei dem, was um mich vorging nur die Stimme des Freiherrn hallte jedesmal gleichſam in mir wieder, wenn ſie ſich hören ließ daß ich keine Erregung empfand bei der Nach⸗ richt, Roger habe ſich mit einer jungen Dame aus der Nachbarſchaft von Goldwell⸗Houſe verlobt.Er auch? ſagte ich freundlich, faſt mechaniſch, ohne daß man viel auf meine Worte Acht gegeben hätte; es kam eben auf unſere Abreiſe die Rede, welche der Freiherr auf den folgen⸗ den Tag anſetzte. Davon wollten die alten Leute nichts hören; der Gaſt müſſe ſich erſt ein paar Tage bei ihnen erholen, eher könne an Fortgehen nicht gedacht werden; ob mir denn ſo viel daran liege, ſie gleich zu verlaſſen. Ich! Ich hätte mein Herzblut gegeben für eine Woche hier im ſtillen Schnee mit dem Be⸗ wußtſein, daß Herr Bardolph unter einem Dache mit mir lebe; es beglückte mich ſchon zu wiſſen, daß er nicht ohne mich gehen würde. Ich freute mich allemal, wenn er, von mir und ſich redend, wir ſagte. So war ich ſeltſamerweiſe nicht troſtlos trotz der Ueberzeugung, ihn auf immer verloren zu haben

Ehe wir an jenem Abend auseinandergingen es war über dem Abendeſſen ſpät geworden und wir trennten uns gleich, nachdem daſſelbe beendet war