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mit unbeſchreiblicher Bitterkeit in Miene und Ton. Sie wollte fortfahren, als ſie durch unſere kleine Magd unterbrochen wurde, welche, in der Thür ſtehen bleibend, der Mutter ſagte, es ſei ein Herr draußen, der ſie zu ſprechen wünſche. Ungeduldig winkte die Mutter mit der Hand, ſie war noch ſo ſehr in den Gedanken be⸗ fangen, welche ihre Erzählung in ihr wachgerufen hatte, daß ſie in dem Beſuche nur eine Störung auf wenige Augenblicke zu erwarten ſchien, nach welchen ſie fort⸗ fahren könne. Sonſt hätte ſie auch nach dem Namen des Beſuchers gefragt, ehe er angenommen worden wäre. So trat der Herr nun gleich hinter Lieschen her⸗ ein, die ihm mit dem Kopfe eine einladende Bewegung zu machen ſich begnügt hatte. Ich war aufgeſtanden und zur Seite gegangen. Der Fremde trat einige Schritte ins Zimmer und blieb dann ſtehen, von meiner Mutter zu mir und von mir wieder zu meiner Mutter blickend. Die ſaß am Fenſter, durch welches der Abendhimmel ſo hell glänzte, daß der Eintretende geblendet ihr Geſicht gar nicht ſehen konnte. So entſtand ine Pauſe von einigen Augenblicken, welche peinlich zu werden begann. Ich konnte nicht begreifen, warum meine Mutter, ſonſt die höflichſte Wirthin, nicht aufſtand und dem Herrn ent⸗ gegentrat. Jetzt erſt ſah ich nach ihr hin und erſcnas
Junghans, Verfloſſene Stunden. 2


