weibliche Schoͤnheit, lag er bald als Anbe⸗
ter zu den Fuͤßen der reizenden Marquiſe und beſchwor ſie um ihre Liebe. Die leicht⸗ ſinnige Marquiſe ließ ihn nicht unerhoͤrt; in ſeinen Armen hielt ſie ſich ſchadlos fuͤr die Langeweile, die ſie bisher an der Seite ihres bejahrten Gatten im Eheſande em⸗ pfunden hatte.
Schon entwarfen ſie Plaͤne fuͤr die Zu⸗ kunft. Die Marquiſe rechnete darauf, daß ihr Bruder kinderlos verſterben und ſie da⸗ durch zum Beſitz einer bedeutenden Erbſchaft gelangen werde; ſie rechnete zugleich bei dem
hohen Alter ihres Mannes auf deſſen baldi⸗ gen Tod, dann ſollte das Band der Ehe ſie mit dem Marquis verbinden. Die eine die⸗ ſer Hoffnungen ſah ſie jetzt durch die Schwan⸗ gerſchaft der Graͤfin zu Grunde gehen. Miß⸗ muthig verließ ſie eines Tages das Schloß, um die fortwaͤhrenden Aeußerungen der Freude nicht zu hoͤren, die ihren Ohren ein


