rem ſiebenzigjaͤhrigen Gemahle getrennt, aus ſo wichtigen Urſachen(wie ſie behaup⸗ tete), daß ſie wohl befugt waͤre, auf Schei⸗ dung zu klagen; wahrſcheinlich aber lag der eigentliche Grund, warum ſie bei ihrem Ge⸗ mahle ſich nicht geſiel, in dem hohen Alter deſſelben. Auf dem Schloſſe ihres Bruders traf ſie mit dem Marquis zuſammen. Dieſer war wegen mehrerer ſchweren Verbrechen, z. B. daß er Falſchmuͤnzer und Zauberer ſei, daß er Blutſchande getrieben, ſeine Frau erdroſſeln laſſen ꝛc., beim Marſchallsgerichte zu Auvergne angeklagt worden, aber durch Flucht der Verhaftung entgangen und hatte ein Aſyl auf dem Schloſſe des Grafen er⸗ halten, weil er dieſem mit den heiligſten Schwuͤren ſeine Unſchuld betheuerte. Der Marquis beſaß auch ein ſo liebenswuͤrdiges Aeußere, daß man die Verbrechen, deren er angeklagt war, ihm gar nicht zutrauen mochte. Ueberhaupt nicht gleichguͤltig gegen
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