— 247—
aber ich ſagte Niemandem ein Wort, daß auch nur die Möglichkeit vorhanden ſei, daß der Graf meine Wahl mißbilligen könne. Fünf oder ſechs Tage ſpä⸗ ter ſchrieb der Graf einen Brief und lud Weſtover und mich zum Frühſtück ein. Wir fanden ihn in der beſten Laune; denn es war eine Veränderung im Miniſterium vorgegangen, die ihn ſehr erheiterte, und gegen Ende des Frühſtücks meldete ein Diener an, daß Herr Holland im Bibliothekzimmer ſei.
„Ich werde ſogleich bei ihm ſein,“ ſagte der Graf, und als er ſeine Taſſe Kaffee beendet und einen Artikel in der Zeitung geleſen hatte, um zu zeigen, daß er es nicht eilig habe, ſtand er auf und ſagte: „Nun, kommt Beide mit mir.“’
Wir folgten ihm in die Bibliothek, wo wir einen großen, hageren Rechtsgelehrten mit ſtruppigem Haar fanden, der zwei Dokumente über den Tiſch ausgebreitet hatte. Der Graf wechſelte einige Worte mit dem Geſchäftsmanne, nahm dann eine Feder und unterzeichnete ein Dokument an einer ihm angedeute⸗ ten Stelle.
„Dies iſt ein Papier, Charles,“ fagte er, indem er ſich zu meinem Vetter wendete,„worin ich. Dir die Summe von fünſtauſend Pfund jährlich ausſetze, bis Du durch meinen Tod die Familienbeſitzungen er⸗ hältſt.— Dies, Louis,“ fuhr er fort, indem er ſich zu mir wendete und die Feder noch in der Hand hielt,


