Teil eines Werkes 
2. Bd. (1853)
Entstehung
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Ich verſtehe Sie, Louis, ich verſtehe Sie, ſagte er, meine Hand drückend,und ich danke Ih⸗ nen von ganzem Herzen. Nichts auf Erden hätte mich bewegen können, den Grafen um einen Pfennig zu bitten. Das Jahrgeld meiner Mutter vermindert freilich das Einkommen ſehr, welches von meinem Vater auf mich vererbte, und einige jugendliche Un⸗ beſonnenheiten haben daſſelbe vielleicht noch mehr ver⸗ mindert; aber der Graf hat wohl an Beides nicht gedacht. Jetzt wird Alles gut gehen; denn es lebt kein großmüthigerer Mann, wenn er aus freiem An⸗ triebe handelt. So ſprachen Sie alſo kein Wort von Ihrer eigenen Sache? Nun, ſo müſſen es Andere für Sie thun.

Nein, nein, verſetzte ich,ich will es ihm ſelber ſagen. Ich glaube bereits ſeinen Charakter zu verſtehen, und ich denke, es läßt ſich machen.

Als ich aber mit meiner Mutter von der Sache ſprach, erſchrak ſie über den Gedanken an eine Fran⸗

zöſin eine Katholikin die Tochter eines armen Emigranten und glaubte, es würde den Grafen

wahnſinnig machen.

Ich beſuchte indeſſen Mariette an demſelben Tage, erfreute das Herz des Grafen von Salins durch die Nachricht, daß mein Vater von aller Schuld freige⸗ ſprochen ſei. Am nächſten Morgen kehrte ich nach London zurück und nahm Pater Bonncville mit mir;