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er bequem leben könne. Das Vermögen ſoll keinen Augenblick im Wege ſtehen.“
Ich hatte große Neigung, auch für mich ſelber ein gutes Wort einzulegen; aber ich that es nicht, und als ich aufſtand, um zu gehen, fragte der Graf in gewöhnlichem Tone⸗
„Haſt Du Deine Mutter dieſen Morgen ſchon geſehen?“
Ich verneinte es ſo gut ich konnte in derſelben Weiſe, und er entgegnete:
„Nun, ſo beſuche ſie, ehe Du zu Charles gehſt. Du wirſt ſie in ihrem Ankleidezimmer finden — Du weißt wohl, wo es iſt.“
Ich hatte nicht den geringſten Begriff davon; aber ich ſagte es ihm nicht und wünſchte ihm nur einen guten Morgen.
So endete meine erſte Unterredung mit dem Gra⸗ fen von N. als ſein anerkannter Enkel.
Sehr wenig Worte werden hinreichen, um meine kleine Geſchichte zu ſchließen. Charles Weſtover war entzückt von der Nachricht, die ich ihm überbrachte, und willigte ſogleich ein, mit halbem Sold ſähnen Abſchied zu nehmen und in England zu bleiben. Er wollte wiſſen, wie es komme, daß ich mit der Bot⸗ ſchaft an ihn abgeſchickt worden, und ich ertheilte ihm halb ſcherzend, halb ernſthaft einen Bericht über die Unterredung mit dem Grafen.


