wo er völlig gerechtfertigt ſein werde. Meine eigenen Hoffnungen und Ueberzeugungen unterſtützten ihre Gründe und ich beſchloß endlich, mich zu unterwer⸗ fen. Armuth und Dürftigkeit waren vor mir, nicht allein für mich, Louis, ſondern auch für Dich. Kurz, ich ließ mich durch die Hoffnung auf Dein Glück beſtechen, alle Zärtlichkeit und Freuden einer Mutter zu opfern. Pater Bonneville übernahm die Aufgabe, Dich zu erziehen; mein Mädchen Jeanette ging mit ihm auf ſeine kleine Pfarre, um als Mutter für Dich zu ſorgen, und mit einer Bitterkeit, ſchlimmer als der Tod, trennte ich mich von Dir und kehrte nach England zurück. Pater Bonneville und Jeanette ge⸗ lobten feierliche Verſchwiegenheit— und treu hielten ſie ihr Wort. Durch Gottes Willen und ohne mein Zuthun kamſt Du nach England und wurdeſt durch einen glücklichen Zufall mit Deinem lieben Vetter Charles bekannt, der mir in meinem traurigen Witt⸗ wenſtande und bei meinen Entbehrungen den größten Troſt und Beruhigung gewährte.“
„ Aber wie erfuhren Sie ſo viel von meinem Schickſal und meiner Geſchichte, Charles,“ fragte ich, „wenn der Gegenſtand im Hauſe Ihres Großvaters verboten war?“
„Das Verbot wurde gegen mich wenigſtens nicht ſtrenge aufrecht erhalten,“ verſetzte Weſtover.„Mein Vater erzählte mir längſt die ganze Geſchichte und


