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allen Franzöſinnen beſaß ſie große Neugierde und ruhte
nicht eher, als bis ſie meine ganze Geſchichte von mir
herausgebracht hatte, mit Ausnahme jenes Theils, der
ſich auf meine arme Louiſe bezog— ein Gegenſtand,
der zu heilig für mich war, um ihn zu berühren. Zu
meiner Ueberraſchung und nicht ganz zu meiner Be⸗
friedigung— denn ich mußte mich deshalb der Un⸗
beſonnenheit anklagen— ſchrieb ſie den Namen des
Pater Bonneville und der Frau von Salins auf. Ich
bemühte mich dagegen, auch einige Auskunft über ſie zu erhalten. Aber ſie war feſt gegen alle meine Fra⸗ gen und ich konnte Nichts weiter entdecken, als daß
ſie Freunde oder Verwandte in Louiſiana habe.
Nach dem Mittageſſen ging ich auf das Verdeck, wo ich während der Reiſe den größten Theil meiner Zeit zubrachte, mochte das Wetter gut oder ſchlecht ſein, denn die Kajüte war eng und dumpfig.
Ich habe viele Menſchen die höchſte Bewunde⸗ rung und Begeiſterung über die See ausſprechen hö⸗ ren, aber ich vermuthe, es fehlt mir an Phantaſie, denn ich konnte nie etwas darin entdecken, was meine Bewunderung erregte, mit Ausnahme einer gewiſſen Erhabenheit, die immer mit dem Ungeheuren in Ver⸗ bindung ſteht. Als wir über die Fläche des Waſſers dahineilten, eine einzige wechſelloſe Fläche um uns, da ſchien mir jener Ocean, wovon die Menſchen ſo viel ſchwärmen, Nichts als eine große, düſtere, braune


