war. Sie hatte ſtark markirte Züge, eine gebogene Naſe, ſehr lebhafte dunkle Augen und ſtruppige Brauen, war außerordentlich groß und hatte ihre Größe durch eine Art Thurm von der ſeltſamſten Bauart auf dem Kopfe noch erhöhet, denn er beſtand, wie ich glaube, in einem Kiſſen, über welches das wohl gepuderte Haar von allen Seiten heraufgezogen war und wor⸗ über ſie eine Spitzenhaube mit rothen Bändern geſetzt hatte. Sie war auch roth und weiß geſchminkt; aber dieſe weibliche Eitelkeit verhinderte ſie nicht, einen et⸗ was wilden und männlichen Blick zu zeigen, der durch das gezierte Weſen durchaus nicht gemildert wurde, ſondern einen ſtarken Kontraſt dagegen bildete. Am erſten Tage, als ſie durch die Kajüte ging, konnte ich nicht umhin ein Paar große Reiterſtiefeln unter ihrem Kleide zu entdecken. Am folgenden Tage aber trug ſie Schuhe, Schnallen und ſeidene Strümpfe. Unſer Mittagsmahl ging ganz angenehm vorüber, ob⸗ gleich der amerikaniſche Kapitain vor Lachen kaum eſ⸗ ſen konnte, wenn Madame du Four ihren Mund öff⸗ nete. Die Beluſtigung, die ſie ihm gewährte, war ſo gut, wie das doppelte Paſſagiergeld, obgleich ich bekennen muß, daß ſie gut genug engliſch ſprach, wes⸗ halb er alſo nicht über ihre Sprache lachen konnte. Sie war auch ungeachtet ihrer Seltſamkeiten außeror⸗ dentlich angenehm, beſaß einen unermeßlichen Schatz von Kenntniſſen und ſchien weit gereiſt zu ſein. Gleich
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