Ich fühlte mich durchaus nicht zur Seekrankheit geſtimmt, und das Schiff bewegte ſich ſo leicht und ruhig, daß ich mich überzeugt fühlte, ich werde we⸗ nigſtens an dem Tage dem Unwohlſein entgehen, dem ddie meiſten jungen Reiſenden unterworfen ſind. Ich ſtand auf und kleidete mich an, doch hatte ich kaum meine Toilette vollendet, als mein Freund, der Neger, mit einem ungeheuren Stück Roaſtheef erſchien. Dann brachte er eine große Terrine mit Erbſenſuppe und
ne Schüſſel mit Kartoffeln herein; und dies war je⸗
en Tag während der Reiſe unſere Nahrung, mit der geringen und nicht ſehr angenehmen Abwechſelung mit ſtark geſalzenem Rindfleiſch anſtatt des friſchen, welche ſtattfand, als wir etwa ſechs Tage auf der See ge⸗ weſen. Dies waren die Lebensmittel auf einem ame⸗ rikaniſchen Packetſchiffe in jenen Tagen. Indeſſen ſagt man: Hunger iſt der beſte Koch, und ich muß geſte⸗ hen, daß ich großen Appetit hatte.
Als das Mittagsmahl aufgetragen war, kam der Kapitain des Schiffes, mit dem einzigen anderen Paſ⸗ ſagier, einem der außerordentlichſten Weſen, die ich je geſehen, herunter. Dies war eine gewiſſe Madame du Four, die, wie ich, aus Frankreich ausgewandert war. Sie ging in der Kleidung der Mode des Ho⸗ fes Ludwig des Funfzehnten und trug ein Kleid von ſteifem Seidenzeug, nicht beſonders rein, und ein Un⸗ terkleid von grünem Atlas, welches vorn zu ſehen


