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Louis“ und„liebe Louiſe;“ aber ich denke nicht, daß wir weiter gingen. Oft befragte ſie mich über meine frühere Geſchichte und ich erzählte ihr ſo viel, wie ich ſelber wußte. Sie ſchien ein lebhaftes Intereſſe daran zu nehmen; da es aber ein Gegenſtand von lebhaftem Intereſſe für mich ſelber war, ſo erſchien es mir als natürlich. So lebten wir eine Zeitlang weiter, während die Geſundheit meiner hübſchen Louiſe abnahm und ihre Schönheit zuzunehmen ſchien durch
die täglichen Spaziergänge, wozu ſie ſich zwang. Endlich kam der Ausbruch. Der alte Profeſſor begegnete mir auf der Treppe, und anſtatt mich ſo⸗ gleich zu Louiſen zu ſchicken, winkte er mir, in ſein Studirzimmer zu treten. Dann eilte er in ſehr auf⸗ geregtem Zuſtande von einem Winkel des Zimmers in den andern, ſah mich zornig an, ſprach aber kein Wort. Sein Benehmen wurde ſo peinlich für mich,
daß ich endlich das Schweigen brach und ſagte: „Sie wünſchen mit mir zu ſprechen, Herr Haas?“ „Ja, ja, Herr!“ verſetzte er mit lebhafter Hef⸗ tigkeit;„habe ich nicht Urſache zu ſprechen— habe ich nicht Urſache zornig zu ſein? Hier nahm ich Sie als Bettler auf, vertraute Ihnen wie einem Freunde, und Sie haben mein Vertrauen gemißbraucht, indem Sie, unter dem Vorwande, ihr Unterricht zu geben, die Neigung meiner Tochter gewannen. Antworten
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