lieblich und heiter war, denn er ſchien alles Erforder⸗ liche zu beſitzen, und ich habe ihn an feſtlichen Ta⸗ gen mit Allem ausgeſchmückt geſehen, was dazu bei⸗ tragen konnte. Am Sonntage ſtrömte eine große Menge von den guten Bewohnern der Stadt in ihren prunkendſten Anzügen beſtändig in die Kirche und wie⸗ der zurück. An feſtlichen Tagen ſah man Blumen⸗ guirlanden, Fahnen, reiche Gewänder und ſchön ge⸗ ſchmückte Altäre unter Lauben von grünen Blättern, und es erſchien eine kleine Abtheilung Soldaten in glänzenden Uniformen mit ſchimmernden Musketen und aufgeſchlagenen Hüten, um Platz zu machen, wenn eine Proeeſſion vorüberkam. Aber dennoch ſah der Platz niemals heiter aus. Alle dieſe Gegenſtände wurden in jenem klaren, kühlen Lichte geſehen, ſo daß ſie froſtig ausſahen. Eine Urſache der allgemeinen Düſterkeit der Stadt und der Eindruck des Unbewohntſeins, den dieſelbe machte, kam vielleicht daher, weil keine Kaufläden an dem Platze waren. Dies erſcheint vielleicht als ein außerordentlicher Umſtand— aber es war ſo. Es waren keine eigentlichen Kaufläden mit guten, weiten, offenen Vorderfenſtern da, durch die man die Waaren ſehen konnte. Wenn man freilich die Hauptſtraße da⸗ hin ging, die durch einen großen, maſſiven weißen
ſteinernen Bogen auf das Land hinausführte, ſah man hie und da im Fenſter einer Privatwohnung, die man


