Teil eines Werkes 
1. Bd. (1853)
Entstehung
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nehmen dieſe, ſo wie manche andere folgende Ver⸗ pflichtung ſehr leicht die Sorge für die Kindheit, die Leitung der Jugend, die Liebe, die unerlöſchlich iſt, außer in ſehr kalten und ſteinernen Herzen, und die unſere Kinder von ihrer Geburt bis zu unſerem eigenen Sterbebette begleitet. Es läßt ſich behaupten, daß alle dieſe Handlungen und Gefühle von Seiten der Eltern nur die Folge eines Naturgeſetzes ſind, daß der Mann oder das Weib gleich dem Adler oder der Taube genöthigt wird, ſeine Nachkommenſchaft zu verpflegen, zu beſchützen und zu vertheidigen. Wenn dem aber ſo iſt, ſo muß das Geſetz der Liebe und des Gehorſams für das Kind eben ſo bindend ſein in Beziehung auf die Eltern, und wer das eine ver⸗ nachläſſigt, empört ſich eben ſo ſehr gegen die Natur und gegen Gott, wie der, welcher das andere ver⸗ nachläſſigt.

Die meiſten Menſchen, wiederhole ich, haben eine ſchwache und undeutliche Kenntniß, von wem ſie abſtammen. Dies iſt nicht ohne Ausnahme, und ich bin eine davon. Daß ich einen Vater hatte, habe ich immer als ausgemacht angenommenz daß ich eine Mntter hatte, iſt gewiß. Wer aber mein Vater und meine Mutter waren, blieb viele Jahre lang eine ſehr zweifelhafte Frage für mich. Indeſſen will ich aus⸗ führlich ſagen, wie es ſich damit verhielt, damit der Leſer ſelber urtheilen möge. 1