Teil eines Werkes 
1. Bd. (1853)
Entstehung
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ich mitbrachte, abgab, ſchlenderte ich mit nicht ſehr angenehmen Gefühlen oder Erwartungen durch die Straßen.

Ich war ſchon früher durch dieſen höchſt intereſ⸗ ſanten Theil Frankreichs gekommen, wo Thaten des Heroismus genug geſchehen, um das alte Rom wahr⸗ haft groß zu machen wo Helden mit einer Stand⸗ haftigkeit und ruhigen Tapferkeit gefochten, welche die Krieger des Alterthums beſchämt und den Stoikern ein Erröthen abgenöthigt haben würde.

Es iſt ein heiteres und ſchönes Land, ungeach⸗ tet der Verwüſtung, die die grimmige Wuth der viel⸗ fachen Tyrannen des franzöſiſchen Republikanismus dort angerichtet ungeachtet der Niedermetzelung der Bewohner und des Vergießens des edelſten Blutes, welches Frankreich je hervorgebracht. Die tiefen Hohl⸗ wege zwiſchen den Feldern, die überhängenden Baum⸗ zweige, die Weinberge und Obſtgärten, die ſtillen klei⸗ nen Dörfer, im Schatten des Gebüſches verſteckt, die zahlreichen Pachthäuſer und die großen und kleinen Schlöſſer, womit jene Gegend reichlich überſäet iſt, hatte ungeachtet aller düſteren Erinnerungen der herr⸗ lichen Thaten und des heroiſchen Muthes, die den Tod zum Lohne empfangen, mehr einen heiteren und angenehmen, als einen traurigen Eindruck hervorge⸗ bracht. Frankreich mag ſich ſeiner Eroberungen rüh⸗

men der Erfolge, die es durch die wüthenden Ein⸗