Teil eines Werkes 
2. Bd. (1854)
Entstehung
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Zeichen davon war in ſeinem Geſichte zu erkennen. Er nickte langſam mit dem Kopfe und die Blüthe fuhr fort:

Bin ich nicht ein gehorſames Kind gegen Dich geweſen? Habe ich Dich nicht geliebt, nicht Dein lei⸗ ſeſtes Wort befolgt? Ich bin in jeder Hinſicht Dein Kind. Du haſt mich oft in die Wohnung des wei⸗ ßen Mannes mitgenommen, weil er von meiner Ver⸗ wandtſchaft iſt. Du haſt mich oft dort zurückgelaſ⸗ ſen, während Du auf den Kriegspfad gegangen oder auf den Bergen gejagt. Du haſt geſagt: Sie ſind von unſerem eigenen Blut. Mein geliebtes Weib war von hohem Range unter dem Volke des bleichen Ge⸗ ſichts im Oſten, die Tochter eines großen Häupt⸗ lings. Ich diente ihr am Tage der Schlacht und ſie wurde mein; und wahr und treu, liebevoll und ge⸗ recht war das Kind des weißen Häuptlings gegen den großen Sachem der Oneidas. Soll ich ihre Tochter von allem Verkehr mit ihrer Verwandtſchaft abhal⸗ ten? Jung war ich, ein kleines Kind, als Du mich zuerſt dorthin mitnahmeſt und Editha war eine Schwe⸗ ſter und Walter ein Bruder für mich. Sie liebten

mich beide ſehr, und ich liebte ſie; aber meine Liebe 7)

zu dem Bruder wurde ſtärker, als die zu der Schwe⸗ ſter, und die ſeine zu mir. Wir erklärten einander unſere Liebe und er ſagte: Wenn ich alt genug bin, um auf den Kriegspfad zu gehen, ſo will ich den