Teil eines Werkes 
2. Bd. (1854)
Entstehung
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ſchwarzen Adler bitten, mir Otaitſa zu geben; und der rothe Häuptling und der weiße Häuptling ſollen wieder vereint und das Band zwiſchen den Oneidas und dem engliſchen Volke verſtärkt werden. Und wir träumten einen Traum, daß dies erfüllt werden würde und gaben einander das Wort. Was habe ich nun gethan, mein Vater? Die Brüder der Schlange und der Häuptling Apukwa ergriffen gegen die Gewohn⸗ heiten der Oneidas meinen Verlobten und führten ihn gefangen fort innerhalb vier Tagen, nachdem ihr Bruder von einem weißen Manne, aber nicht von meinem Walter, war erſchlagen worden. Es iſt nicht meine Sache, die Geſetze der Oneidas zu kennen oder von den Ueberlieferungen unſerer Väter zu reden, aber hierin wußte ich wenigſtens, daß ſie übel gehandelt; ſie hatten einen unſchuldigen Mann genommen, ehe ſie den ſchuldigen geſucht. Ich fand den Ort, wo ſie ihn verſteckt hatten. Ich kletterte auf die Höhe des Felſens über der Schlucht und ſtieg den Abhang hinunter. Ich band Stricke an die Bäume, damit er entfliehen könne. Ich löſte die Riemen von ſeinen Händen und Füßen und ſagte: Dieſe Nacht ſollſt Du entfliehen, mein Geliebter und der Wuth Deiner Feinde entgehen. Dies Alles that ich; und was iſt es? Es mag gegen das Geſetz der Oneidas ſein, aber es iſt das Geſetz eines weiblichen Herzens, welches der große Geiſt ſelber dort niedergelegt. Daſſelbe würde meine Ticonderoga ꝛc. 2. Bd. 15