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„Hier bin ich, der ſeit vielen mühſamen Jahren mit einem Eifer, wie ihn wenige empfunden, bei Opfern, wie ſie wenige dargebracht und mit einem Fleiße, wie wenige angewendet, für das Wohl ſei⸗ nes Geſchlechts und ſeines Vaterlandes gearbeitet. Daß ich es gethan und zwar mit Erfolg, wurde von al⸗ len zugeſtanden; ſelbſt während Andere, die zugleich mit mir die Laufbahn des Lebens antraten, ſich nach der entgegengeſetzten Richtung wendeten, ſich zum La⸗ ſter, zur Thorheit und ſelbſt zum Verbrechen hinneigten und einen blumenreichen und ebenen Weg betraten, wo wenige von den Schwierigkeiten und Hinderniſſen vorhanden waren, die meinen Pfad umlagerten.
„Und welches iſt der Erfolg geweſen? Selbſt der Erfolg hat mir weder Belohnung noch Ehre noch Dank gebracht. Die, welche weder ſo gearbeitet, noch ſo geſtrebt haben, deren Zwecke weniger würdig, de⸗ ren Anſtrengungen weniger erhaben geweſen, ſind mit Belohnungen und Auszeichnungen überhäuft— es iſt ihnen der Schutz einer Regierung— die Gunſt eines Monarchen— der Beifall eines Volks zu Theil ge⸗ worden. Und ich bin ein Verbannter an einer fernen Küſte— vergeſſen, unbelohnt, unerinnert.“
Er hielt, die Feder in der Hand, inne, und die bitteren und nagenden Gedanken der Vernachläſ⸗ ſigung, die er erduldet, und die noch in ſeinem Geiſte geſchäftig waren, verbreiteten ſich durch tauſend neue


