Teil eines Werkes 
1. Bd. (1854)
Entstehung
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Kanäle und vergifteten alle Quellen des Glücks in ihm. Eine alte Zeitung lag auf dem Tiſche. Zei⸗ tungen waren ſelten in jenen Tagen und ſie war erſt ſpät zu ihm gelangt. Ein Reiſender, welcher zufäl⸗ lig durch die Wildniß gekommen war, hatte ſie ihm kürzlich gebracht und er hatte darin neue Beweiſe von der Vergeßlichkeit der Freunde, ſo wie von der Wahr⸗ heit des alten Sprichworts:Aus den Augen aus dem Sinn! gefunden.

Das Leſen dieſes Blattes hatte zu dieſer düſteren Anſicht von ſeinem Schickſal und von der menſchli⸗ chen Natur, die wir eben erwähnt haben, Veranlaſ⸗ ſung gegeben. Sein Geiſt war in der That nicht zu Klagen geneigt. Es lag nicht in ſeiner Natur zu murren oder ſich zu kränken. Er hatte ein Herz, um viel zu erdulden und gegen Hinderniſſe anzukämpfen heitere und glückliche Anſichten zu faſſen ſich auf die Freundſchaft verlaſſen und auf Gott zu ver⸗ trauen. Nur wenn eine neue Laſt zu der Bürde der Undankbarkeit und Falſchheit hinzukam, die ihm zu Theil geworden, entfuhr ihm ein augenblicklicher Aus⸗ bruch des Unwillens, und der aufgeregte und erzürnte Geiſt ſprach laut. Er war ein guter Freund gewe⸗ ſen treu, wahr und eifrig. Er war ein gütiger Herr geweſen, er hatte ſeine ganze Umgebung als Brüder betrachtet und ihre Wohlfahrt und ihr Glück oft mehr als ſein eigenes im Auge gehabt. Er war