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Anderen anvertrautet, und noch dazu einem ſehr jun⸗ gen Manne, der Euch, nach dem, was ich höre, faſt ganz fremd war.“
„Manches Unrecht, König von Frankreich, iſt im
Stande, die Menſchen wahnſinnig zu machen,“ ſagte St. Florent, ſeine Augen voll auf das Geſicht des Königs richtend.„Das mir widerfahrene Unrecht war
von der Art, und ich wurde zum Wahnſinne getrieben.
Bei dieſer Handlung aber, die Ihr ſeltſam nennt, war ich bei klarerem Verſtande, als bei allen anderen. Ich kannte und liebte den Vater dieſes jungen Mannes, ehe er ſich für ſeinen König zu Grunde richtete und für ſein Vaterland ſtarb. Ueber den Jüngling ſelber hatte ich von dieſem guten Kaufmanne hier viel Ed⸗ les und Vortreffliches gehört. Ich hatte ihn auch einmal im Kloſter der Cöleſtiner geſehen, und ſein Aeußeres gefiel mir. Ich wußte, daß ich ſie keinem
beſſeren Manne anvertrauen könne, und da vertraute
ich ſie ihm an.“ „Aber könnt Ihr beweiſen, daß ſie die Tochter Eurer Gemahlin iſt?“ fragte la Trimouille;„denn dieſe Papiere in den Händen des Kanzlers ſcheinen zu zeigen, und Herr von Brecy ſelber giebt zu, daß Grund vorhanden iſt, zu glauben, daß ſie das Kind des verſtorbenen Herzogs von Orleans und folglich eine Mündel des Königs iſt.“ Er ſprach in mildem und lieblichem Tone; aber


