Teil eines Werkes 
4. Bd. (1853)
Entstehung
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iſt keine Verbindung zwiſchen ihm und dieſer jungen Dame bewieſen, die der Herzog von Orleans in die⸗ ſem Briefe als ſeine Tochter anerkennt.“

Bei dieſen Worten ſchien ein lebhaftes Feuer die Augen des Greiſes zu erhellen; er trat einen Schritt vor und rief:—

„Ja, einen ſolchen Anſpruch hatte er, wie der Räuber an das Gold des Gemordeten!“ Dann hielt er plötzlich inne, ſchlug die Hände zuſammen, ließ ſeine Augen gedankenvoll ſinken und murmelte:„Verzeihe

mir, o Himmel! Sire, ich habe mich vergeſſen,“ ſagte er in milderem Tone.„Mein Recht an dieſes Kind iſt leicht zu beweiſen. Ich war der Gemahl ihrer Mutter. Sie wurde in der Ehe geboren. Ich ſelber übergab ſie den Armen dieſes jungen Mannes.“ Und er legte ſeine Hand auf de Brecy's Schulter.„Bei ihm iſt ſie immer geweſen bis zur Zeit, wo Ihr ſie von ihm genommen. Laßt ihn ſelber reden. Em⸗ pfinget Ihr ſie nicht von mir?“

„Gewiß,“ verſetzte de Brecy;„und keinen Augen⸗ blick ließ ich mir traͤumen, daß ſonſt Jemand einen

Anſpruch an ſie haben könne, als Ihr.“

„Auch hatte ſonſt Niemand einen Anſpruch,“ entgegnete St. Florent ſtrenge.

.„Aber es iſt ſeltſam, mein guter Herr,“ ſagte

Karl,„daß Ihr Euer Kind der Vormundſchaft eines