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ſaß in der Nähe und etwa funfzehn oder ſechzehn Damen und Herren des Hofes bildeten einen Halb⸗ kreis um ſie. Die Thür öffnete ſich und Jean Charoſt wurde, von Jacques Coeur begleitet, von einem der
Diener hereingeführt und näherte ſich mit kühnem und lunbefangenem Schritte.
Als er nur noch zwei Schritte von dem Tiſche entfernt war, verneigte er ſich vor dem Könige und blieb dann ſtehen, ohne zu reden.
„Herr von Brecy,“ ſagte Karl,„ich ſchickte einen von den Sergeanten unſeres Hofes ab, um Euch hie⸗ her zu bringen.“
„So hörte ich, Sire,“ verſetzte de Brecy.„Da ich aber vorher vernommen, daß Eure Majeſtät meine Gegenwart gefordert, ſo machte ich mich ſogleich auf den Weg, um mich zu Eurer Verfügung zu ſtellen.“
„Ihr habt wohlgethan,“ ſagte der König,„und wir möchten gerne glauben, daß keine Verachtung un⸗ ſeres Anſehens und keine Untreue gegen unſere Per⸗
ſon in Eurem Herzen iſt.“
„Ich habe meine Treue und Ehrerbietung bewie⸗ ſen, Sire,“ verſetzte de Brecy,„indem ich zu allen Zeiten und bei allen Gelegenheiten mein Blut im Felde gegen Eure Feinde vergoß, und indem ich lange Monate, in Uebereinſtimmung mit Euren Befehlen, zu Briare in Unthätigkeit verweilte.“
„Gut,“ ſagte der König;„es iſt gut. Aber es giebt beſondere Umſtände, wo des Menſchen eigene


