Teil eines Werkes 
4. Bd. (1853)
Entstehung
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„Ich danke Euch, meine Agnes! Ich danke Euch, daß Ihr mir geſtattet, Euch etwas zu verzeihen.“ Sie lag noch zu ſeinen Füßen, als Jemand an die Thür klopfte, und ſie ſanft vom Boden erhebend, ſagte Karl laut:

„Herein!“

„Eure Majeſtät,“ ſagte ein eintretender Page, „Herr von Brecy iſt unten und wünſcht Eure Befehle rückſichtlich ſeiner zu erfahren.“

Des Königs Wange wurde ein wenig roth.

„Das iſt in der That ſchnell gegangen!“ rief Karl.„Warum kommt der Sergeant, den wir ab⸗ ſchickten, nicht ſelber?“

„Es iſt kein Sergeant da, Eure Majeſtät. Herr von Brecy kam eben mit einigen Dienern an und iſt unten im Vorſaale mit Herrn Jacques Coeur.“

„Laßt ihn warten,“ ſagte Karl;„und inzwiſchen ruft Herrn des Urſins hieher. Wartet, ich will Euch ein Verzeichniß von den Namen geben.“.

„Nun, Agnes,“ fuhr der König fort, als er den Knaben abgeſchickt hatte,„ich will handeln, wie Ihr es wünſcht. Wir müſſen auch noch andere Damen hier haben. Geht, meine Liebe, und ruft Einige her⸗ bei, die Euch am beſten unterſtützen werden.“

Etwa eine Stunde ſpäter ſaß Karl, ſein Barret auf dem Kopfe und einige Papiere vor ſich an dem Tiſche in der Mitte derſelben Halle. Die Königin