Teil eines Werkes 
4. Bd. (1853)
Entstehung
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Wahrheit können entſtellt haben. Nehmt ſein ganzes Leben zum Zeugen, und wenn Ihr ihn von aller Schuld freigeſprochen, dann mag Agnes vielleicht um eine Gunſt für ihn bitten.“

„Sie ſoll nicht vergebens bitten,“ ſagte Karl, ſie umarmend.„Morgen wahrſcheinlich wird der Sergeant zurückkehren, und dann will ich de Brech's

Sache ſogleich unterſuchen; denn wir halten uns ſchon

zu lange in Bourges auf. Es muß auch noch eine andere Sache ſehr bald entſchieden werden,“ fügte er hinzu, indem er noch ihre Hand in der ſeinen hielt und ihr lächelnd in die Augen blickte.„Bis dies ge⸗ ſchehen, iſt das Anſehen des Königs der Verachtung preisgegeben. Es iſt eine kühne That gegen unſere Würde begangen worden, und wir haben Winke er⸗ halten, daß der Verräther zu hoch ſteht, als daß wir ihn erreichen könnten. Es iſt daher in einem ſolchen Falle politiſch, nicht zu genau zu unterſuchen, ſondern ſo bald wie möglich alle Urſache zum Streite zu ent⸗ fernen.“

Agnes ſank mit glühender Wange auf ihre Kniee nieder, neigte ihre ſchöne Stirn auf ſeine Hand und flüſterte:

„Verzeiht mir! O! verzeiht mir!“ Karl umſchlang ſie zärtlich mit ſeinem Arme und

ſagte