Teil eines Werkes 
4. Bd. (1853)
Entstehung
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einer Vendome zu hören. Man ſagt mir, ein Papier, welches er Euch geſchickt, hätte Euren Zorn erregt und Ihr ſeine Verhaftung befohlen. Unterſucht, ehe Ihr urtheilt, mein theurer Herr. Erinnert Euch, daß er viele Feinde hat— daß er ſo unglücklich geweſen, Trimouille zu beleidigen, welcher nie verzeiht— und daß die Liebe meiner kleinen, gleichnamigen Freundin zu ihm ein Hinderniß auf dem Wege Johannens von Vendome iſt, und daß keine giftigere Viper, als dieſe Letztere, auf dem Erdboden kriecht.“

„Ich will unterſuchen,“ antwortete Karl.„Ich will ohne Vorurtheil richten; und mein beſſerer Engel ſoll an meiner Seite ſtehen, um zu ſehen, ob ich Wort halte.“

„Nicht allein, nicht allein,“ ſagte Agnes,„ſonſt werden ſie in ihrer Bosheit ſagen, Gunſt und nicht Gerechtigkeit habe den König beſtimmt. Laßt Euren Kanzler kommen. Er iſt ein edler und getreuer Mann. Ja, ich wünſche, daß Alle, welche wollen, zugegen ſein mögen, um Euch handeln zu ſehen, wie ich weiß, daß Ihr handeln werdet— gerecht und edel— ſtrenge, wenn Ihr wollt— denn ich möchte nicht einmal, daß Liebe, die für die Liebe ſpricht, in dieſer Sache Ein⸗ fluß äußern möge. O! denkt nur, mein edler Karl, wie man Euch hinſichtlich dieſes Herrn getäuſcht, wie Trimouille's Feindſchaft ſeine Handlungen entſtellt, wie Johanna von Vendome und ihr falſcher Neffe die