Teil eines Werkes 
4. Bd. (1853)
Entstehung
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und demüthige und feſte Anhänglichkeit thun können, um ihr Vergehen abzuwaſchen, wendet ſie gegen die Königin an, und ich glaube von ganzem Herzen, daß kein Rath, den Agnes Sorel je Marie von Anjou gegeben, irgend einen anderen Zweck hatte, als Ma⸗ riens Glück. Dennoch iſt immer Alles ſehr ſeltſam, und je weniger wir davon reden, deſto beſſer.“

Jean Charoſt dachte auch ſo; aber jene Unter⸗ redung veranlaßte Gedanken, die mit geringer Unter⸗ brechung während des ganzen Abends fortdauerten.

Die Geſellſchaft in faſt jedem Lande hat ihre Kindheit, ihre Jugend, ihre Reife und ihr Greiſen⸗ alter. Wenigſtens iſt dies bisher der Fall geweſen. Dieſe verſchiedenen Stadien ſind je nach den Umſtän⸗ den von längerer oder kürzerer Dauer; aber die geſon⸗ derten Epochen ſind gewöhnlich hinlänglich bezeichnet. Das Zeitalter, in welchem Jean Charoſt lebte, hatte nicht jene moraliſche Tendenz, die der Reife des Le⸗ bens angehoört— es war ein Zeitalter der Leiden⸗ ſchaft und Handlung, der Jugend, Thätigkeit und Un⸗ beſonnenheit. Dennoch diente das Gefühl oft als Füh⸗ rer, wo die Vernunft den Menſchen im Stiche ließ; und aus irgend einer Urſache fühlte ſich Jean Charoſt gekränkt, nicht einen einzigen Charakter unter Allen, die ihn umgaben, rein und erhaben genug zu finden, um ſeine volle Achtung zu erhalten. Er legte ſich jene ſchmerzliche Frage vor, die uns ſo oft wiederkehrt,

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