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ſei, und daß Eiferſucht und Widerwille gegen ſie in der Bruſt vieler Gegenwärtigen herrſche. Aber ſie wurde durch die unveränderliche Freundlichkeit Mariens von Anjon aus einer geringen Verlegenheit befreit. Ehe Karl und ſie noch ſechs Schritte durch die Halle gethan, wendete die Königin ihren Kopf herum und ſagte mit freundlichem Lächeln:
„Kommt mit uns, Angnes; ich werde Eurer be⸗ dürfen.“
„Das iſt wirklich wunderbar!“ ſagte eine Dame, die in Jean Charoſt's Nähe ſtand, in leiſem Tone, wie mit ſich ſelber redend.„Wenn ich eine Königin wäre, würde ich die Macht, die der Himmel mir ge⸗ ſendet, zur Rache anwenden.“
In demſelben Augenblicke faßte Tanneguy du Chatel Jean Charoſt's Arm und ſagte:
„Ihr müßt mit mir kommen, de Brecy. Ihr ſollt mein Gaſt ſein im Schloſſe. Ich habe Raum genug, wo ich wohne. Wartet noch einen Augen⸗ blick, bis ich einige Worte mit dieſen Herren rede. Wir dürfen die Fluth des Glücks nicht vorüberziehen laſſen, ohne ſie zu benutzen. Der königliche Name allein iſt viel für uns; aber er kann von dreifacher Wirkung für uns werden— gegen unſere Feinde, für unſere Freunde und für den König ſelber. Bei mei⸗ nem Leben! dies iſt keine Zeit, wo wir eine Karte aus der Hand wegwerfen dürfen.“


