Teil eines Werkes 
4. Bd. (1853)
Entstehung
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das eben geſchehene Ereigniß für daſſelbe ſein möchte. Aber ich kann nicht vergeſſen, daß ich einen Vater verloren habe, einen gütigen und edlen Fürſten, den Gott ſo lange mit ſchwerer Trübſal heimſuchte, der aber nie die Liebe ſeines Volkes oder ſeines Sohnes verlor. Ich glaube nach Allem, was ich gehört habe, daß der Tod ein Segen für ihn war; dennoch muß ich beklagen, daß ein ſo trauriges und freudenloſes Daſein ohne einen Schimmer der Hoffnung oder des Glücks enden mußte. Ich hatte gehofft, daß es an⸗ ders ſein würde, daß mein Schwert ihn aus der troſt⸗ loſen Lage befreien würde, worin er ſich ſo lange be⸗ funden— daß meine Sorgfalt und Liebe ſeine letz⸗ ten Stunden erheitern könne. Es iſt anders beſtimmt worden, und Gottes Wille geſchehe! Den ganzen morgenden Tag wollen wir der feierlichen Trauer wei⸗ hen und am nächſten Tage berathen, wie wir zu han⸗ deln haben.“

Hierauf faßte er die Hand der Königin und ent⸗ fernte ſich aus dem Zimmer. Die Gruppe bewegte ſich nur, um ihm Platz zu machen, und einer von den Herren eilte herbei, um die Thür zu öffnen.

Zwei Perſonen blieben unter der Menge in eini⸗ ger Verlegenheit zurück. Agnes Sorel fühlte unge⸗ achtet all' ihres Einfluſſes am Hofe und der Macht über den Geiſt des jungen Königs, daß das Band zwiſchen ihr und Denen, die ſie umgaben, ſehr leicht