8
Nachrichten— gute Nachrichten für Frankreich auch, will ich hoffen. Gebt ihm das Lehen, Sire. Wenn ich es hätte, würde Jedermann eiferſüchtig ſein. Auf ihn wird Niemand eiferſüchtig ſein.“
„Nun, ſo ſei es,“ ſagte Karl.„Das Dorf und das Schloß St. Florent in der Nähe von Bour⸗ ges ſollen Euer ſein, Herr von Brecy, aber, meiner Treu, Ihr müßt gut dafür ſorgen, denn der Ort iſt von Wichtigkeit, um Bourges mit Lebensmitteln zu verſehen. Die Akte ſoll morgen für Euch ausgefer⸗ tigt werden, und Ihr könnt die Huldigung leiſten, ehe Ihr geht, wenn Ihr nur einige Tage an unſerem Hofe bleiben wollt.“
„Ich muß hier oder in Puy bleiben, Sire, um die Ankunft des Maitre Jacques Coeur zu erwarten,“ verſetzte Jean Charoſt.„Er hat noch manchen an⸗ dern Plan für den Dienſt Eurer Majeſtät. In St. Florent will ich meine Pflicht thun und ich danke Euch aufrichtig für das Geſchenk.“
„Bleibt hier— bleibt hier,“ ſagte Karl. Dann fügte er mit mattem und ſchwermüthigem Lächeln hin⸗ zu:„Unſer Hof iſt nicht ſo groß, um auch nur das Schloß Espaly zu füllen. Es ſehe Jemand dar⸗ auf, daß gut für ihn geſorgt werde.— Und nun, meine Herren und Damen, haben wir an andere Dinge zu denken. Mein erſter Gedanke, ſo wahr mir der Himmel helfe! war Frankreich und von welchem Nutzen


