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rüttung nur erwachen ſollte, um ſeinen Bruder faſt vor ſeinen Augen ermorden zu ſehen, daß alle ſeine Söhne bis auf einen vor ihm— vielleicht durch Gift— in's Grab ſinken würden, und daß er ſelber folgen ſollte, ehe er das Greiſenalter erreicht habe, ohne jene Pflege in ſeiner langwierigen Krankheit, die dem Handwerker aus Liebe, dem Bettler aus Mitleid zu Theil wird? O! welch', welch' ein Geſchick!“ „Wir dürfen wohl um ſein Leben weinen,“ ſagte de Brecy,„doch können wir ſeinen Tod nicht beklagen. Für ihn war es ein Segen, und Frankreich kann er Rettung bringen. Aber jetzt müßt Ihr dem Könige
dieſe Nachricht überbringen.“
„Das iſt wahr,“ rief Agnes; dann ſchwieg ſie einen Augenblick und wiederholte ſeine letzten Worte mit gedankenvollem und ängſtlichem Blicke:„Dem Könige!“ rief ſie.„Dem Könige! Nein, ich will ſie der Königin überbringen, de Brecy. Kommt mit mir, um Fragen zu beantworten und die Ehre und Be⸗ lohnung zu empfangen, die der verdient hat, welcher ſolche Nachrichten überbringt. Ja, laßt uns gerade heraus reden— ſolche gute Nachrichten; denn von den wenigen Worten: Karl der Sechſte iſt todt, hängt, glaube ich, die Rettung unſeres Vaterlandes ab.“
Während ſie ſprach, ſtand ſie auf und ging auf die Thür zu. De Brecy folgte ihr die Treppe hin⸗ unter und durch einen langen Gang, der mit dem


