Teil eines Werkes 
4. Bd. (1853)
Entstehung
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keit iſt das Anſehen des Monarchen gegen ſeine Freunde und für die Feinde Frankreichs angewendet worden. Liebes Fräulein, es wird nicht mehr ſo ſein!

Nicht mehr! rief Agnes lebhaft, indem ihr ganzes Geſicht ſich erhellte.Iſt er denn ihren Hän⸗ den entriſſen worden, de Brecy, ſagt mir, wie? wann? wo? Aber Ihr ſeht ernſt und traurig aus. Iſt der König todt?

Karl der Sechſte iſt todt, antwortete de Brecy. Aber Karl der Siebente lebt, um Frankreich zu be⸗ freien.

Halt! ſagte Agnes Sorel, ſich wieder nieder⸗ ſetzend und gedankenvoll die Hand zu ihrer Stirn erhebend.Armer König! armer Mann! Möge das Grab ihm Frieden gewähren! O! welch' ein Leben iſt das ſeine geweſen, de Brecy! Voll hoher Eigenſchaf⸗ ten und freundlicher Gefühle, zu dem Throne des ſchönſten Reiches der Welt geboren, angebetet von ſeinem Volke, wie glänzend waren einſt ſeine Aus⸗ ſichten! Und wer würde je gedacht haben, daß das ſo begonnene Leben mit Elend, Wahnſinn, Krankheit und Vernachläſſigung enden könne daß man ſeine Macht zu ſeinem eigenen Untergange anwenden würde und daß ſein Name ſeine Feinde zur Schlacht gegen ſei⸗ nen Sohn führen, daß ſeine Gemahlin ihn verachten und mißhandeln, daß ſeine Tochter ſeinen bitterſten

Feind heirathen würde, daß er aus ſeiner Geiſteszer⸗ Agnes Sorel. IV. 2