Teil eines Werkes 
4. Bd. (1853)
Entstehung
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ſelle? fragte der Knabe, den ſie kaum beachtet hatte. Was ſoll ich wegen des Vogels ſagen?

Sage ihm, verſetzte Agnes, von ihrem Sitze aufſtehend,wenn ich eine gute Lehrerin ſei, wolle ich den Vogel einen Geſang lehren, der ganz Frank⸗ reich zu den Waffen rufen ſolle. Ja, ſo klein er iſt und ſo ſchwach ſeine Stimme ſein mag, bin ich doch nicht kräftiger und meine Stimme iſt nicht ſtärker; und doch hoffe ich. Geh, Knabe! ſage Seiner Hoheit, was ich geſagt habe. Sage ihm, was Du willſt. Sage ihm, ich ſei halb wahnſinnig, wenn Du willſt, denn ich bin es, weil ich müßig hier ſitzen muß und nur jenes Gebirge und jenen Stern anſehen kann, während ich weiß, daß die Banner Englands triumphirend über die blutigen Felder Frankreichs da⸗ hinziehen. Nun, de Brecy, fuhr ſie fort, als der Knabe ſich entfernte und die Thür wieder zumachte, was giebt's Neues von dem Hofe der Eroberer? Was giebt's Neues aus der ſtolzen Stadt London? Heinrich V. iſt geſtorben aber ein Plantagenet iſt ein Plantagenet; es iſt eiſernes Geſchlecht, und um es zu vernichten, bedarf es mehr Stahl, als uns wahrſcheinlich in Frankreich übrig iſt.

Meine Nachricht, liebes Fräulein, iſt nicht aus London, ſondern aus Paris, verſetzte Jean Charoſt.

Nun, was giebt's denn aus Paris? fragte Agnes Sorel in gleichgültigem Tone, indem ſie einen